Cholera Epidemie im Jemen

Humanity Care Stiftung und Rotary Clubs helfen mit Trinkwasser-Reinigungsgeräten.

Münster. Seit fast einem Jahr wird die Bevölkerung im Jemen, die unter einem fürchterlichen Bürgerkrieg  leidet, von einer weitflächigen Cholera-Epidemie heimgesucht. Ähnlich wie in Pakistan und Bangla Desh nach den großflächigen Überschwemmungen  wird die Cholera besonders auch durch verseuchtes und verschmutztes Trinkwasser übertragen. Ganze Dörfer sind im Jemen infiziert. Viele Menschen sterben an der Seuche. Sauberes Wasser steht in großen Teilen des Landes nicht mehr zur Verfügung. Viele Brunnen und Wasserleitungen sind durch die Kampfhandlungen und die Bombardierungen zerstört worden oder sind kontaminiert.

Die Humanity Care Stiftung (HCS) und einige süddeutsche Rotary Clubs haben sich deshalb entschlossen, zunächst versuchsweise fünf Trinkwasserreinigungsanlagen vom System PAUL in den Jemen zu schaffen, um an besonders betroffenen Orten  für sauberes Wasser zu sorgen.  In Pakistan hatten sich die Geräte so bewährt, dass in den 174 durch die HCS mit diesen Geräten ausgestatteten Dörfern, wasserbedingte Krankheiten fast völlig zurückgedrängt werden konnten.

Die Geräte sind nun in Dörfern im Bezirk Al Marawiah östlich von Hodaida in der Nähe von Brunnen aufgestellt worden. Die Einheimischen waren zunächst recht zurückhaltend gegenüber der neuen Technologie. Nach einer kurzen Einweisung sind sie nun von den PAULs begeistert. Damit die kostbaren Geräte nicht gestohlen werden können, werden sie nachts eingeschlossen.

Für den Einsatz der PAULs im Jemen besteht jedoch das große Problem, dass der Flughafen der Hauptstadt Sanaa nicht mehr durch Linien- und Frachtflugzeuge angeflogen werden kann und auch der Flughafen Aden von den Fluggesellschaften gemieden wird. So müssen die Hilfsgüter auf alternativen Wegen in das Land gebracht werden. Eine Möglichkeit, die Reinigungsgeräte ins Land zu bringen, ist  auf dem schwierigen Landweg vom Oman aus. Ein anderer, den die HCS eingeschlagen hat, ist die Frachtladung zunächst nach Djibouti zu schaffen und dann mit kleineren Frachtschiffen der UNO ins Land zu transportieren.

Um die Geräte zu den Notleidenden zu bringen, arbeitet die HCS mit dem Auswärtigen Amt und anderen Hilfsorganisationen zusammen, die das Land aus Sicherheitsgründen noch nicht verlassen haben.

Folker Flasse, der Präsident der Humanity Care Stiftung, sagt dazu: „Sollten sich die Reinigungsgeräte auch im Jemen bewähren, so warten weitere PAULs auf ihre Verschiffung. Wir hoffen, dass wir wieder einigermaßen sichere Transportwege finden. Einige Hilfsgüter haben über ein Jahr gebraucht, bis sie vor Ort ankamen“.

Die Reinigungsgeräte PAUL (Portable Aqua Unit for Lifesaving) arbeiten auf der Basis von Nano-Technologie nach dem Schwerkraftprinzip. Sie sind leicht zu transportieren, sind sehr einfach zu bedienen und benötigen keinen motorischen Antrieb und keinen Einsatz von Chemikalien. Sie produzieren in 24 Stunden bei kontinuierlicher Befüllung ca. 1200 Liter Trinkwasser. Das reicht für ca. 300 bis 350 Menschen. Die Geräte sind eine deutsche Entwicklung und werden in Kassel hergestellt.

Spendenkonto: Volksbank Münster, IBAN:  DE 39 4016 0050 0523 838 4 00

 

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