Umfangreiche Hilfe durch Humanity Care Stiftung

Mitgliederversammlung zog Bilanz der Hilfe

Die Humanity Care Stiftung mit Sitz in Münster konnte im jetzt zu Ende gehenden Jahr wiederum eine recht erfolgreiche Bilanz der Hilfe für die Ärmsten der Armen vorweisen. So wurden mehrere Luftfrachtsendungen mit Medikamenten und ärztlichem Gerät in die immer noch unter den Nachwirkungen des gewaltigen Erdbebens vom Herbst 2005 leidende Region in Nord-Pakistan geschickt.
"Der Wiederaufbau hat dort zwar begonnen, aber noch leben ca. mehr als die Hälfte der Menschen in Zelten. Auch bei uns hat es nach den Zerstörungen des zweiten Weltkrieges auch Jahre gedauert, bis Häuser und Infrastruktur wieder aufgebaut waren - und in Azad Kashmir sieht es nicht anders aus als bei uns vor 60 Jahren," kommentiert Folker Flasse, der Präsident der Stiftung, die Situation bei der am vergangenen Freitag abgehaltenen Mitgliederversammlung.
"Leider werden große Katastrophen von den Medien und der Bevölkerung zu schnell vergessen. Die Betroffenen, insbesondere die Kinder, die vielen Verletzten und die auf Lebenszeit traumatisierten Menschen fühlen sich allein gelassen", ergänzt Hanne Janotta als eine der Projektmanagerinnen der Stiftung den Bericht. Sie selbst hatte sich im Rahmen einer Reise im März dieses Jahres erneut ein Bild von der Lage vor Ort machen können.
Mit von zwei münsterschen Schulen gespendeten Schulmöbeln und anderem Gerät konnte die Stiftung zwei wieder aufgebauten Schulen in der am stärksten zerstörten Stadt Balakot helfen.
In der vergangenen Woche verließ eine Luftfrachtsendung mit Medikamenten, zahlreichem ärztlichem Gerät, Narkose- und Sterilisationsgeräten den Flughafen Münster. Am 20. Dezember folgt ein Seetransport mit zwei neuartigen Zahnarzteinrichtungen, Rollstühlen und vier Krankenwagen.
Im Rahmen seines Jahresberichtes konnte Folker Flasse ergänzen, dass ein Heim für taubstumme Kinder in Mardan mit Audiometern und Hörhilfen ausgestattet wurde. Eine wiederkehrend betreute Einrichtung für Polio-Opfer und rachitischen Erkrankungen erhielt Rollstühle, Gehilfen, therapeutisches Gerät, Wolldecken und verschiedenen Vitaminpräparaten. Außerdem konnten ländliche Sanitätsstationen mit Medikamenten und ärztlichem Gerät und eine psychiatrische "Klinik" mit Spezial-arzneimitteln geholfen werden. Weiterhin wurden Waisenkinder mit Stipendien unterstützt.
Zum Abschluß seines Jahresberichts konnte Flasse den Wert von ca. 20 Millionen Euro nennen, mit dem die Humanity Care Stiftung in den vergangenen Jahren notleidenden Menschen in verschiedenen Regionen der Welt geholfen hat.
"Der Dank gebührt sehr vielen Spendern und Helfern, dass uns das gelungen ist", fügt Folker Flasse hinzu.
Besonders stolz ist die Stiftung darauf, dass sich ihre Mitglieder keine Reisekosten, Telefon- oder Bürokosten erstatten lassen. So konnte der Verwaltungsaufwand erneut unter drei Prozent gehalten werden.
Die Stiftung bittet aber weiterhin um Geldspenden, um die humanitären Aufgaben in der jetzigen Form für die Ärmsten der Armen fortsetzen und die recht teuren Transportkosten bezahlen zu können.
Spendenkonto: Volksbank Münster, Konto: 523 838 400, BLZ 401 600 50
Fotos:
"Die Treppe ins Nichts", von diesem Haus im Erdbebengebiet in Muzaffarabad (Azad Kashmir) ist nur die Treppe übrig geblieben.