Alle Spenden haben die Ärmsten der Armen erreicht. Präsident der Humanity Care Stiftung gab Rechenschaftsbericht

Am 8. Oktober des vergangenen Jahres sank der Norden Pakistans während eines dreiminütigen Erdbebens in Trümmer. Dreieinhalb Millionen Menschen verloren ihr Hab und Gut, kein Stein blieb mehr auf dem anderen. 86.000 Menschen fielen dem Beben zum Opfer, über 80.000 Schwerverletzte und 75.000 Leitverletzte waren zu beklagen. Da das Beben um 08.50 Uhr auftrat, und sich zu dieser Zeit fast alle Kinder in den Schulen aufhielten, waren auch besonders viele Kinder und Jugendliche als Opfer zu beklagen.

Neben anderen Helfern hat sich die Humanity Care Stiftung sofort auf die Hilfe im Erdbebengebiet konzentriert. So wurden wenige Tage nach dem Beben bis März 2007 105 Tonnen an Hilfsgütern von den Flughäfen Münster-Osnabrück und Berlin-Tegel in die betroffene Region geflogen. So hatte für Folker Flasse, den Präsidenten der Stiftung, die Überlebenshilfe erste Priorität, zumal ein eiskalter Winter am Fuß des Himalayas unmittelbar bevorstand.

Über 8000 Umzugskartons mit Zelten, Decken, Isomatten, Schlafsäcken, warmer Kleidung und Schuhen wurden von vielen Helfern gepackt und auf den Weg gebracht. Hinzu kamen Medikamente und Impfstoffe.

Schwerere Güter, dabei auch medizinisches Gerät, Krankenwagen und Hospitalbetten wurden auf dem Seeweg transportiert.

Nachdem am vergangenen Montag das Stabsmusikkorps der pakistanischen Armee mit einem Konzert in Münster für die umfangreiche Hilfe Dank gesagt hatte, haben gestern Abend Folker Flasse und Hanne Janotta im Gasthaus Vennemann über die große Katastrophe und die erfolgreichen Hilfsmaßnahmen berichtet. Dabei war es für Folker Flasse wichtig und er stellte es besonders heraus, dass alle Hilfsgüter ihr Ziel erreicht haben. „ Jede Decke, jede warme Jacke und alle Kinderschuhe sind in die richtigen Hände gelangt – und darüber verfügen wir über eine umfangreiche Dokumentation und Fotos“, erklärte Folker Flasse und wies darauf hin, dass jeder gespendete Euro ausschließlich für die Ärmsten der Armen genutzt wird. Reisen in die Katastrophenregion, Büro- und Telefonkosten zahlen alle Mitglieder der Humanity Care Stiftung aus eigener Tasche, so dass die Verwaltungskosten der Stiftung unter 5 Prozent liegen. Die Gemeinnützigkeit und Mildtätigkeit und die richtige Verwendung der Spendengelder werden wiederkehrend vom Finanzamt geprüft.

Jetzt geht es darum, beim Wiederaufbau zu helfen und die vielen Waisen, Behinderten und Restfamilien zu unterstützen. So konnte dem pakistanischen Orchester eine Sendung mit Medikamenten im Wert von ca. 10.000 Euro für die Erdbebenopfer mitgegeben werden.