Jetzt über 150 Trinkwasseranlagen in den Flutgebieten Pakistans.

Erneuter Lufttransport mit Hilfsgütern ab FMO.

Kleinstkredite für mittellose Familien.

Wer in einem Entwicklungsland und dazu noch unter der dortigen Armutsgrenze leben muss, benötigt für fast alle Lebensbereiche fremde Hilfe.
Solche Hilfe konnte die Humanity Care Stiftung (HCS) in dieser Woche wieder für die Ärmsten der Armen in Pakistan auf den Weg bringen. Neben Winterkleidung und Lebensmitteln konnte die Stiftung Spezialmedikamente für eine psychiatrische Klinik, gespendete Krebsmittel im Wert von über 10.000 Euro, andere Medikamente und medizinisches Gerät versenden. Weiterhin konnten 40 Rollstühle und 20 Rollatoren verpackt werden. Mit diesen Rollstühlen konnte die Stiftung seit ihrer Gründung vor 15 Jahren ca. 500 Rollstühle nach Pakistan für verletzte Kriegsopfer in afghanischen Flüchtlingslagern, für Menschen mit Geburtsfehlern und Patienten mit Polio- oder Lepraschäden versenden.
„Von ganz besonderer Bedeutung sind 33 weitere Trinkwasser-Reinigungsanlagen, die wir erwerben und in das südasiatische Land schicken konnten. Damit erhöht sich die Zahl der vor Ort eingesetzten Geräte auf über 150“, erklärt Folker Flasse, Präsident der Humanity Care Stiftung auf dem Flughafen Münster-Osnabrück, von dem die Hilfssendungen per Luftfracht versandt werden. Diese Wasserreinigungsgeräte tragen insbesondere dazu bei, dass aus „unseren Dörfern und Schulen“ keine Hepatitis- oder Cholerafälle gemeldet werden und Durchfallerkrankungen auf ein Minimum zurückgegangen sind. Den Begriff „unsere Dörfer“ benutzt die Stiftung für die Gemeinden in den Flutgebieten von 2010 und von diesem Jahr, die von der HCS betreut werden.
Von einem weiteren Erfolg kann die Stiftung berichten: Seit einem Jahr vergibt sie Kleinstkrediten an mittellose Familien, dort aber an die Frauen. Sie sollen das Geld durch Ziegen-, Schaf- oder Hühnerzucht oder andere Maßnahmen vermehren und den Grundbetrag nach ca. einem Jahr an andere bedürftige Frauen weitergeben. Bis jetzt hat das in jedem Fall sehr gut geklappt, weiß die HCS zu berichten. Alle Frauen konnten einen Gewinn erwirtschaften. „Wir wählen Frauen als Kreditempfänger aus, weil sie zuverlässiger sind als Männer und in einem islamischen Land oft benachteiligt werden. Häufig sind es auch mittellose Witwen oder verlassene Frauen“, ergänzt Folker Flasse.
Die nächste Hilfssendung wird jetzt bereits vorbereitet. Sie soll kurz nach Weihnachten Deutschland verlassen.