Über 100 Trinkwasseranlagen im Flutgebiet von Pakistan

Humanity Care Stiftung kann auf großen Erfolg verweisen 

Am vergangenen Donnerstag (24. Februar 2011) sind auf dem Luftweg weitere 50 Trinkwasseraufbereitungsanlagen der Humanity Care Stiftung (HCS) in Pakistan eingetroffen. Diese Anlagen werden in der kommenden Woche in die Dörfer und Städte im Flutgebiet transportiert und dort in Betrieb genommen. „101 Wasserreinigungsanlagen haben wir jetzt insgesamt im Katastrophengebiet, eine Zahl, die keine andere Hilfseinrichtung bisher erreicht hat – und darauf sind wir sehr stolz,“ erklärte Folker Flasse, Präsident der Humanity Care Stiftung, bei einem Besuch von Mitgliedern verschiedener Rotary Clubs.

 

Die fürchterliche Flut hatte eine Fläche von der Größe von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zusammengenommen unter Wasser gesetzt und 20 Millionen Menschen obdachlos gemacht. Neben 1,8 Millionen Häusern wurden auch alle Brunnen zerstört, Flüsse, Kanäle und kleinen Bachläufe sind kontaminiert, sodass auch sechs Monate nach der Flut überhaupt noch kein sauberes Trinkwasser zur Verfügung steht.

 

Deshalb ist es so wichtig, die Flutopfer neben vielen Hilfsgütern mit sauberem Wasser zu versorgen, besonders um Krankheiten wie Durchfälle, Hepatis und besonders Cholera zu verhindern. Folker Flasse ergänzt dazu:“ Wir hoffen, dass es in den von uns betreuten Gebieten Pakistans nicht zum  Ausbruch von Cholera kommen wird. Was bei zu langem Zögern passieren kann, hat ja Haiti gezeigt“.

 

Die in Pakistan im Einsatz befindlichen Anlagen konnten aus Spenden, die die Stiftung erhalten hat, gekauft werden, viele Rotary Clubs und der deutsche Zweig des World University Service in Wiesbaden haben sich am Kauf weiterer Systeme beteiligt. Ein sechsstelliger Betrag ist bisher für die Geräte ausgegeben worden. Weitere Anlagen sollen noch folgen.

 

Die Wasseraufbereitunsganlagen der HCS sind in drei Schwerpunktgebieten eingesetzt: im Raum Mardan – Tangi, im Süd-Punjab und in der Region Mehar – Dadu in der Provinz Sindh. Sie benötigen keine Elektrizität oder motorischen Antrieb und keine Chemikalien. Sie arbeiten mit modernster Nano-Technologie. Sie sind eine Entwicklung der Universität Kassel. Jede Anlage kann ca. 350 bis 450 Einwohner mit Trinkwasser versorgen. Die Geräte sind sehr einfach zu bedienen, werden aber auch von Personal der Stiftung überwacht. Der Wartungsaufwand ist äußerst gering.

 

Folker Flasse merkte schließlich an, dass er eine Trinkwasseranlage nach Abschwächung des Frostes am Aasee in Münster oder am Stadthafen zu Demonstrationszwecken aufstellen will, um Experten, Vertreter der Medien aber auch interessierte Bürger einmal gereinigtes Aasee- oder Kanalwasser kosten zu lassen und die Arbeitsweise zu erläutern.