Hilfstransport unterwegs nach Griechenland

Humanity Care Stiftung unterstützt Ärmste der Armen in Athen

 

Münster. Bedingt durch die Rezession in Griechenland und den wirtschaftlichen Niedergang in den vergangenen sechs Jahren sind in dem Land 27 Prozent der Bevölkerung arbeitslos geworden. 2,5 Millionen Menschen können sich keine Krankenversicherung und keine Arztbesuche mehr leisten. 25.000 Menschen haben ihre Wohnungen verloren.

Angesichts dieser Tatsache haben sich allein in der Provinz Attika über eintausend Freiwillige gefunden, Ärzte, Apotheker und Krankenhelfer, die sich um die medizinische Grundversorgung der Ärmsten der Armen kümmern. Ihnen fehlt es aber an Medikamenten, medizinischen Hilfsmitteln und Geräten.

Dies hat die Humanity Care Stiftung (HCS) zum Anlaß genommen, ihre medizinischen Hilfen auch auf Griechenland auszudehnen. Bisher hatte sich die Stiftung hauptsächlich in Pakistan und Afghanistan engagiert. „Diese Länder werden aber nicht aufgegeben“, erklärt Folker Flasse, der Präsident der HCS, „sondern wir werden unsere Bitten um Unterstützung noch intensivieren. Dazu dient auch das Benefizkonzert am 18. März.“

Flasse berichtet, daß sich jetzt der zweite Hilfstransport mit Medikamenten und medizinischem Gerät auf dem Weg nach Athen befindet. Eine sog. Social Solidarity Clinic in Athen ist Adressat dieser Hilfsgüter. Anläßlich eines Besuchs in Griechenland und mit Hilfe der Deutschen Botschaft und der Projektmanagerin für das Land konnte diese Klinik als besonders gut geeignete ausgewählt werden.

„Wir wollen die nächste Sendung sehr bald auf den Weg bringen und bitten deutsche Ärzte, Apotheker und Pharmareferenten die HCS dabei zu unterstützen. Griechenland hat für uns als EU-Land überdies den Vorteil, daß wir keinen Zoll zahlen müssen“, erläutert Flasse weiter. Die Hilfsgüter werden vom FMO auf dem Luftweg transportiert.